Freitag, 15. März 2019

Abschied von der Südinsel und Ankunft auf der Nordinsel

Abschied von der Südinsel im Abel Nationalpark

Zum Abschied von der Südinsel wanderten wir im Abel Nationalpark. Es war wunderschön!
Der gut ausgebaute Wanderweg war ca. 12 km lang. Unsere Wanderung dauerte ca. 4 Stunden. Der Regenwald ist fantastisch. Die Natur ist so anders als bei uns in Europa. Unterwegs sahen wir viele einsame weiße Traumstrände. Ich war natürlich auch wieder baden. Die Strände erinnerten mich an den Film „Beach“.
Auf dem Weg in den Park fuhren wir mit einem Boot, welches erstmal auf der Strasse auf einem Anhänger an einem Auto zum Strand gezogen wurde und dort mit einem Traktor zu Wasser gelassen wurde (erforderlich wegen Niedrigwasser bei Ebbe). Angekommen im Nationalpark ging es natürlich erstmal ins wunderbar blaue Wasser.


das Boot wird mit dem Traktor rückwärts in Wasser gelassen
Übersichtskarte des Abel Nationalparkes

es gab eine große Inseln mit vielen Robben zu sehen


Robben


Wanderweg Marahau zurück zum Camper

Baden im wunderbar blauen Wasser in der Torrent Bay



















Fährüberfahrt auf die Nordinsel


Die Fährüberfahrt von der Südinsel zur Nordinsel am 12.03.2019 buchten wir telefonisch ca. 3 Stunden vor der eigentlichen Abfahrt der Fähre über Juicy. Dies war bei unserem Mietangebot des Campers bereits inklusive. Das Problem war nur, dass man eine Stunde vor Abfahrt zum Check In muss und wir noch eine Strecke von zwar nur ca. 170 km vor uns hatten, diese jedoch im Gebirge war. Da werden aus 1,5 Stunden Fahrt mal ganz locker 2,5 Stunden. Somit kamen wir ca. 20 min zu spät zum Check In. Bei der Einfahrt zur Fähre wurden wir begrüßt mit: „You are Michael?“. Wir waren also die letzten, die noch gefehlt haben und hatten totales Glück, dass die uns noch rauf gelassen haben! Die Neuseeländer sind sehr alle nett. Nicht so offenherzig wie die Inder, aber sehr höflich und nett.
Die Fähre fährt von Picton nach Wellington und die Fährüberfahrt dauert ca. 3 Stunden. Wellington als Hauptstadt mit ca. 210.000 Einwohnern trägt den Beinamen „windiges Weekington“ nicht umsonst.
Hier ist komisches Wetter. Etwa 21 Grad sollen es sein, aber wenn Wind ist, ist es kalt. Die Einwohner tragen trotzdem kurze Kleidung. Meistens ist es um die 20 Grad und schwül. Dann ist es wieder kalt. Heute stürmt und regnet es sehr stark.

Auffahrt auf die Fähre

Yes... wir haben es geschafft!

Route der Fähre

Abschied von der zauberhaften Südinsel und Picton

Ankunft in Wellington




Wellington

Wir waren im Te Papa Museum. Das ist das Nationalmuseum von NZ. Te Papa bedeutet Schatztruhe. Und es ist wirklich eine Schatztruhe. Es gibt eine sehr große Anzahl von Maori Artefakten. Neben der Geschichte der Maoris und der Natur Neuseelands wird in einer sehr eindrucksvollen Ausstellung das Mitwirken der Neuseeländer um die Schlacht von Gallipoli im 1. Weltkrieg erläutert.
Bei einem Abendspaziergang konnten wir noch die Kneipenszene Wellingtons testen. Wellington hat uns gut gefallen. Es ist ein toller Anblick: an einem hakenförmigen Hafen gelegen, umgeben von Bergzügen. Viktorianische Holzbauten verteilen sich auf den grünen Hügeln oberhalb des Hafens, in denen Vögel singen.
Am nächsten Tag schauten wir uns die Stadt an.
Das Old Government Building, eines der größten Holzhäuser der Welt, ist heute der Jura Bereich der Uni Wellington.


Besuch des Te Papa Museums in Wellington - freier Eintritt wie alle anderen Museen in NZ auch


Maoi Kultur
Eingang zum Museum Te Papa

die Wachsfiguren sind 2,4 mal so groß wie ein Mensch



schöne Gebäude stehen am Hafen

Fahrradspuren in der Stadt - da hat Berlin noch eniges aufzuholen


das Parlamentsgebäude - auch Bienenkorb genannt

Neuseeland war das erste Land, das das Frauenwahlrecht einführte. Am 28. November 1893 gaben mehr als 90'000 neuseeländische Frauen ihre Stimme ab. Gewählt werden durften Frauen allerdings erst 1919 und es dauerte bis 1933, bis die erste Abgeordnete tatsächlich ins neuseeländische Parlament einzog.
In Europa wurde es als erstes in Finnland (1906), in Norwegen (1913) und irgendwann später Deutschland (1918) eingeführt.

Blick auf die Stadt

 Old Goverment Building, eines der größten Holzhäuser der Welt, heute der Jura Bereich der Uni Wellington

auch die Inneneinrichtung ist komplett aus Holz


Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Norden. Wir hielten in Martinsborough um den neuseeländischen Wein zu probieren. Hier in dieser Gegend wohnen auch die berühmten Regisseure James Cameron (Titanic) und Peter Jackson (Herr der Ringe).









Stonehenge Aotearoa (Aotearoa ist Maori-Sprache und bedeutet Neuseeland)


Ja, wir waren in Stonehenge! Nachdem ich es in London nicht geschafft hatte, dorthin zu fahren, dachte ich mir, fahren wir doch einfach auf der Südhalbkügel zu einem maßstabgetreuen Nachbau des englischen Stonehenges. Dieser wurde gebaut von einem Farmer und seiner Frau. Es steht mitten auf dessen Farmland. Er hat es nach dem Vorbild von Stonehenge, allerdings seiner Lage auf der Südhalbkugel gemäß ausgerichtet.
Ich war wirklich überrascht wie groß das Ganze ist und wie viel Wissen es bietet. Die Sommersonnenwende (längster Tag), die Wintersonnenwende (kürzester Tag), die 12 Sternkreiszeichen, so dass man sogar erkennen kann, welcher Monat und welcher Tag gerade ist (Sonnenschein vorausgesetzt).  Man sieht den Kreis der Steine sogar auf dem Satellitenbild mit Google Maps.







1 Kommentar:

  1. Danke für die Bilder, Deine Eindrücke und immer wieder die geschichtlichen Hintergründe.
    Weiter gute Reise und viele tolle Erlebnisse!

    AntwortenLöschen